Kampftruppen in der Zeit der Weimarer Republik

Hier die behandelte traurige Geschichte vom Altonaer Blutsonntag:

http://einestages.spiegel.de/s/ab/25187/altonaer-blutsonntag-1932-massaker-unter-zivilisten.html

Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold

diente zur Verteidigung der Weimarer Republik vor extremen Parteien und derer Kampftruppen (von rechts wie links)

Zusammensetzung aus Mitgliedern der SPD, Zentrum, DDP

ab 1930 Bildung paramilitärischer Gruppen gegen die NSDAP

Blütezeit 1932: 3 Mio. Mitglieder

trotz zahlreicher Mitglieder konnte die „Eiserne Front“ der Demokraten wenig an der politischen Kräftekonstellation ändern.

(„Eiserne Front“: Reichsbanner + ADGB)

 

Der Rote Frontkämpferbund (RFB)

18. Juli 1924 gegründet durch die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)

Symbol: geballte Faust (-> Kampfbereitschaft)

traten in Marschblocks mit Musikkapellen und roten Fahnen auf

1927 über 1.600 Ortsgruppen mit ~ 110.000 Mitgliedern

„Rote Jungfront“ -> Jugendliche zwischen 16-21

„Roter Frauen- und Mädchenbund“ ab 1925 (RFMB)

Ablehnung der Weimarer Republik

nach „Blutmai“ RFB verboten, existierte illegal weiter

 

Der Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten

kurz nach Kriegsende im Dezember 1918 von dem Reserveoffizier Franz Seldte gegründet

verbanden sich um Anerkennung für die Kriegsteilnehmer zu gewinnen

vertraten vehement die Dolchstoßlegende

ab 1928 galt die Wehrsportpflicht – alle Mitglieder wurden so für einen Krieg ausgebildet

1930 hatten sie bereits 500.000 Mitglieder -> stärkster Wehrverband Deutschlands

Gemeinsam mit der DNVP, der NSDAP und dem Alldeutschen Verband organisierten sie 1929 den Volksentscheid gegen den Young-Plan

Im Oktober 1931 schloss sich der Stahlhelm mit der NSDAP und der DNVP zur „Harzburger Front“ zusammen um den Kampf gegen die verhasste Republik aufzunehmen

Am 30. Januar 1933 wurde Seldte von Hitler zum Arbeitsminister ernannt, um ihn für seine Mitarbeit an der nationalsozialistischen Machtübernahme zu belohnen

 

Die Sturmabteilung (SA)

Gründung: auf Anordnung Hitlers im August 1921

Mitglieder: zahlreiche Führungsoffiziere, sonst überwiegend junge Leute

Hitler ernannte sich 1929 selbst zum Obersten SA-Führer

Die Dienstgeschäfte übernahm ein alter Kampfgefährte, Ernst Röhm

Kampftruppe die Terror- und Gewaltaktionen gegen Juden und politische Gegner (Demokraten, Kommunisten) durchführten

1923 verboten, tauchte um 1925 als fester Bestandteil der NSDAP wieder auf

SA wuchs ab 1925 rapide, 1930 -> 60.000 Männer in 200 Ortsvereinen

Heldenkult für SA-Mitglieder die bei Straßenschlachten starben

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4 Antworten zu Kampftruppen in der Zeit der Weimarer Republik

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