Herrschaftssicherung im Absolutismus

Gründe warum Ludwig XIV. als absolutistischer Herrscher konkurrenzlos Frankreich beherrschen konnte:

Innenpolitik und Gesellschaft

– Bevölkerung war der vielen Kriege überdrüssig und wollten Frieden, auch wenn dies den Verlust der eigenen Freiheit bedeutete.

– Adelstitel und -ämter waren käuflich, der neue „Amtsadel“ schadete der Macht des „Geburtsadels“

– Der König setzte Verwalter (Intendanten) ein, die hohe Steuern beim Volk erhoben und an den Einnahmen prozentual beteiligt wurden („Bluthunde des Königs“).

– Stehendes Heer: Ein professionelles Heer mit guter Ausbildung und Ausstattung war dem König loyal und den meisten europäischen Armeen überlegen. So konnte es in Frankreich Revolten unterdrücken (z.B. Hugenotten) und im Ausland Kriege zum Ruhme des Königs gewinnen.

Herrschaft am Hof

– Der Adel wurde dazu verpflichtet am Hof in Versailles zu bleiben und an Ritualen (z.B. Aufstehritual) teilzunehmen. Wer den Hof verlies wurde bedeutungslos.

– Der Hof in Versailles wurde zum Zentrum der Macht („Mittelpunkt der Welt“).

– Adel schwelgte in Luxus, erlebte Unterhaltung, erwarb Statussymbole. Das hielt ihn davon ab in den eigenen Ländereien Macht auszuüben oder gar Aufstände zu planen.

Wirtschafts- und Außenpolitik

Merkantilismus: Abschaffung der Binnenzölle und hohe Importzölle schuf einerseits einen regen Binnenhandel, andererseits eine sehr günstige Export-Import-Balance.

– Einführung von Manufakturen machte die Produktion von Waren effektiver.

– Durch Kriege und Expansionen vor allem am Rhein, in Italien und in Holland erwarb Ludwig für Frankreich Gebiete und Reichtümer, die dem Volk indirekt zugute kamen.

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