Die Nachkriegszeit in Deutschland 1945 – 1949

„Durch die Straßen Bettlern gleich, zieh’n wir dank dem Nazi-Reich!“
Die Nachkriegszeit in Deutschland 1945 – 1949

Der Nationalsozialismus als radikale Form des Faschismus hatte in 12 Jahren NS-Herrschaft in Deutschland sein gewaltiges und grausames Zerstörungspotential gezeigt und mindestens 25 Millionen Menschen in Verfolgung, Vernichtung und Weltkrieg zu Tode kommen lassen. Gleichzeitig hatte sich der Faschismus mit dieser Katastrophe der Menschheit als Gesellschaftsmodell delegitimiert. Weltweit blieben somit nur noch zwei Modelle, die pluralistische Demokratie und der Kommunismus. Die Nachkriegszeit in Deutschland zwischen den Jahren 1945 und 1949 war in diesem Kontext besonders wichtig für die weitere Entwicklung des Landes und Europas als Kontinent.

Doch welches Deutschland hinterließ der Zweite Weltkrieg und wie sollte es nun weitergehen?

Übersicht über die Kapitel:

Gruppe 1: Potsdamer Konferenz

Gruppe 2: Stunde Null und Neuanfang in Deutschland?

Gruppe 3: Flucht und Vertreibung

Gruppe 4: Schuld, Verantwortung und Entnazifizierung

Gruppe 5: Reparationen, Bizone und Marshall-Plan

Gruppe 6: Währungsreform und Berlin-Blockade

 

Gruppe 1: Potsdamer Konferenz
S. 138-140
Fasst das Thema zusammen und zeigt, welche Entscheidungen die vier Siegermächte bezüglich Deutschlands trafen. Stellt vor allem die Ziele und gegensätzlichen Interessen der Besatzungsmächte dar, die Bestimmungen der Mächte bezüglich Deutschlands und die Einteilung Deutschlands in Besatzungszonen.

Die Potsdamer Konferenz

17. Juli bis 2. August 1945 im Potsdamer Schloss Cecilienhof
Treffen der drei Hauptalliierten des Zweiten Weltkriegs (bis dahin „Anti-Hitler-Koalition“)
USA: Präsident Harry S. Truman
UdSSR: Josef Stalin
Großbritannien: Premierminister Winston Churchill
Frankreich kam erst nach der Konferenz als vierter Alliierter dazu
Potsdamer Konferenz markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs und den Anfang des Kalten Kriegs

Ziele der Konferenz:

– Verhinderung dass Deutschland je wieder zu einer Bedrohung für seine Nachbarn wird
– Neuordnung der Verhältnisse in Deutschland

Besatzungsziele die während der Konferenz festgelegt wurden:

– Demilitarisierung (Entwaffnung): Abrüstung aller Rüstungsbetriebe, Entwaffnung aller deutscher Truppen und Behörden
– Denazifizierung (Entnazifizierung): Reinigung Deutschlands von der NS-Ideologie, Entfernung und Bestrafung aller Täter
– Dezentralisierung: Entflechtung und Verteilung der vorher gleichgeschalteten Behörden, Institutionen, Firmen und Gruppen
– Demokratisierung: schrittweise Erziehung der Gesellschaft zu einer demokratischen Grundordnung
– Besatzungszonen: Aufteilung Deutschlands und Berlins in jeweils vier Besatzungszonen
– Reparationszahlungen: Zahlung von Geldern und Gütern von Deutschland an die vier Siegermächte
– Grenzziehung: Deutschland sollte durch Grenzziehungen seine früher „geraubten“ Gebiete verlieren

Gegensätzliche Interessen:

– UdSSR wollte mehr Reparationszahlungen erhalten, da es im Krieg von dt. Truppen stark zerstört wurde,
verlangte nach Einfluss im wirtschaftlich starken Ruhrgebiet
– Streit wegen Festlegung der Grenzen in Europa
– Oder-Neiße-Linie sollte als polnische Grenze anerkannt werden (dadurch erhielt die UdSSR polnische Gebiete und Polen wurde auf Kosten von Deutschland nach Westen verschoben, Schlesien, Ostpreußen und Teile Westpreußens fielen an Polen)

Die Besatzungszonen:

– eine von ausländischen Truppen besetztes Gebiet eines Staates, in dem ein fremdes Land die Macht innehat
– im Februar 1945 war in Jalta bereits beschlossen worden, dass Deutschland in Besatzungszonen eingeteilt wird

Besetzte Gebiete:

Großbritannien:
– Schleswig Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen
– 22,7 Mio Menschen
– 97.300 qkm

USA:
– Hessen, Bayern und Teile Baden-Württembergs, dazu Bremen und Bremerhaven als Marinehafen im Norden
– 16,7 Mio Menschen
– 116.670 qkm

UdSSR:
– Mecklemburg-Vorpommern, Mark Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
– 17,8 Mio
– 121.600 qkm

Frankreich:
– Rheinland-Pfalz
– Saarland
– Südbaden
– Württemberg-Hohenzollern

=> Berlin wurde außerdem in vier Besatzungszonen aufgeteilt.

 

Gruppe 2: Stunde Null und Neuanfang in Deutschland?
S. 138-144
Stellt die Situation der Bevölkerung, der Wirtschaft, der Ernährungslage und der Zerstörung der Städte dar.

War das Jahr 1945 in Deutschland eine „Stunde Null“ in das ganze Jahr vollkommen von Neuem anfing?

Situation der Bevölkerung:

– Not und Hunger
– Familien waren zerrissen
– Wohnungsnot (z.T. waren die Großstädte zu 98 % zerbombt)
– 8-10 Millionen „Displaced Persons“ (ehemalige Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, die ohne Heimat umherirrten)
– Kohle, Gas, Wasser und Strom fehlten
– Hauptballast lag auf den Frauen (Trümmerfrauen), die die Versorgung der Kinder und Alten sowie die Beseitigung der Kriegstrümmer übernehmen mussten
– die meisten Männer waren entweder in Kriegsgefangenschaft oder schwer verletzt / traumatisiert durch den Krieg
– Hungermärsche auf das Land und Streiks (Menschen hatten meist nur circa 1000 Kalorien pro Tag)
– Entnazifizierung, Demokratisierung und Dezentralisierung durch die Besatzungstruppen

Situation der Wirtschaft:

– Kohlelieferungen aus der Sowjetunion
– jede Besatzungsmacht sollte eigenes Gebiet nutzen, um für sich Reparationen zu ermöglichen
– Siegermächte übernahmen oberste Regierungsgewalt in Deutschland
– Saarland wurde ein Wirtschaftsgebiet, abhängig von Frankreich
– völlige Entwaffnung und Abrüstung der Schwerindustrie
– schlechte Ernten wegen fehlender Maschinen und Düngemittel
– Nahrung konnte kaum verteilt werden, da die Transportwege und die Infrastruktur zerstört waren
– Einfuhr von Nahrung und Kohle durch die Besatzungsmächte
– Entstehung illegaler Märkte (grauer Markt und schwarzer Markt) und Zigaretten als allgemeiner Währung (Reichsmark wertlos)

Situation der Ernährungslage:

– Nahrungsmittel kamen aus der Sowjetunion
– CARE-Pakete aus der USA mit Lebensmitteln, Kleidung und Medikamenten retteten vielen das Leben
– Kalorienzahl sank von etwa 3000 Kalorien pro Tag auf 1000 Kalorien pro Tag
– 2 Scheiben Brot, etwas Margarine, 1 Löffel Milchsuppe und 2 Kartoffeln als typische Tagesration
– Lebensmittelkarten und Bezugsscheine
– Güter waren insgesamt sehr knapp

Zerstörung der Städte:

– viele Teile Europas lagen in Trümmern, besonders in der Sowjetunion und in Ostmitteleuropa (z.B. Polen)
– Straßen, Schienen und Brücken waren zerstört (Infrastruktur)
– Flüsse waren nicht passierbar
– Lokomotiven, Waggons und Kraftfahrzeuge waren unbrauchbar
– z.T. 98 % der Stadtkerne zerbombt

 

Gruppe 3: Flucht und Vertreibung
S. 145-147
Stellt die Situation der Flüchtenden und Vertriebenen seit Kriegsende und ihre neue Situation in Deutschland dar. Zeigt woher die Menschen flüchteten, wie sie behandelt wurden und wie sie in Deutschland aufgenommen wurden.

Herkunft der Flüchtlinge:

– Deutsche aus Polen, Tschechien, Slowakei, Ukraine, Weißrussland, Litauen, Ungarn und Jugoslawien
– 12 Millionen Deutsche flohen ab 1945 vor der Roten Armee aus dem Osten nach Deutschland

Gründe für die Flucht:

– Rache der Soldaten der Roten Armee
– Ausweisung Deutscher aus Polen, Tschechoslowakei und Ungarn
– Versuch der örtlichen Behörden neuen ethnischen Konflikten vorzubeugen
– den dort lebenden Deutschen wurde die Schuld an den durch die dt. Soldaten verübten Greueltaten gegeben

Die Flucht:

– Flucht schon ab März 1945 durch den Rückzug der Wehrmacht und das Anrücken der Roten Armee im Osten
– geplante und organisierte „Umsiedlung“ von ca. 300.000 Deutschen ab Juni 1945
– durften nur das was sie am Leib trugen oder mitschleppen konnten mitnehmen
– wertvolle Güter mussten abgegeben werden und durften nicht verkauft werden
– zahllose Zivilisten wurden getötet, verschleppt und misshandelt
– wurden auf dem Weg oft ausgeraubt und ausgeplündert
– viele Zivilisten wurden von sowjetischen Soldaten illegal in Kriegsgefangenschaft genommen und zu Zwangsarbeit herangezogen

Ankunft:

– Ablehnung der Flüchtlinge durch die dort lebenden Deutschen
– katastrophale Ernährungs- und Wohnungssituation wurde durch die Flüchtlinge noch verschärft

Behandlung:

– wurden z.T. mit Gummiknüppeln geschlagen und erniedrigt
– kaum Nahrung

Opferzahlen:

– ca. 2,1 Millionen Tote durch die Vertreibungen
– Opfer wurden oft namenlos in Löchern vergraben
– viele Überlebenden trugen die Traumata und Verletzungen der Flucht ihr Leben lang mit sich
– Verlust der Heimat wog schwer beim Neuaufbau des Lebens in Deutschland (Versuch des Rückerhalts der Besitztümer scheiterte)

=> Die Vertreibung der Deutschen ab 1945 war ein gewaltsames Verbrechen, das Zivilisten im Schutze der Potsdamer Konferenz geschah.
=> Die deutschen Vertriebenen wirkten nach ihrer Ankunft trotz der feindseeligen Begrüßung entscheidend am Wiederaufbau eines demokratischen und wirtschaftlich starken Deutschlands mit

 

Gruppe 4: Schuld, Verantwortung und Entnazifizierung
S. 148-151
Zeigt wie die Zeit der NS-Herrschaft kurz nach dem Krieg durch die „Entnazifizierung“ aufzuarbeiten versucht wurde. Stellt die Entnazifizierung der deutschen Gesellschaft und die Entnazifizierung während der Nürnberger Prozesse dar. War die Entnazifizierung in Deutschland erfolgreich?

Entnazifierung:

Die Siegermächte wollten erreichen, dass

– alle NS-Organisationen aufgelöst werden.
– das Rechtssystem von nationalsozialistischem Einfluss gereinigt wird.
– alle Frauen und Männer, die im NS-Staat Organisationen-leitende Funktionen hatten sollten bestraft werden und keine weiteren leitenden Funktionen erhalten.
– Beamte und Mitglieder des SD, SS und der Gestapo verhaftet werden und interniert werden.
– Verwaltungen und Schulen entnazifiert werden und Beamte und Angestellte entlassen werden, die vor dem 1. April 1933 Mitlieder der NSDAP, SS oder SA waren.

Schuld und Verantwortung:

– zuerst Kollektivschuldthese von Opfern und Befreiern -> gesamtes deutsches Volk ist Schuld an den Verbrechen des NS
– viele Menschen verdrängten die Veranwortung für die Verbrechen
– erst mit Schuldbekenntnis der beiden großen Kirchen setzte die Auseinandersetzung mit der Schuldfrage ein
– Siegermächte wollten Schuldige vor Gericht bringen
– Siegermächte haben Internationales Militärgericht zur Bestrafung der NS-Verbrechen geführt => Nürnberger Prozesse

Bestrafung:

– ab 20. November 1945 in Nürnberg: der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher
– Angeklagt waren: Mitglieder der SS, SA, NSDAP und über 20 hohe Parteiführer, Minister und Generäle
– Anklagen: Verbrechen gegen den Frieden (Planung und Durchführung eines Krieges unter Verletzung internationaler Verträge), Kriegsverbrechen (Massenmord, Misshandlungen, …), Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Mord, Ausrottung, Versklavung, Zwangsarbeit, Deportation oder ander unmenschliche Handlungen)

– 12 Hauptangeklagte wurden zum Tode verurteilt (11 hingerichtet, Göring beging Selbstmord in seiner Zelle)
– 3 erhielten lebenslange Strafen
– 4 Haftstrafen zwischen 10-20 Jahren
– 3 freigesprochen

=> Durch die Entnazifizierung wurden zwar die Hauptschuldigen verurteilt und bestraft. Die in der Folge notwendige Reinigung der Gesellschaft von rassischem und nationalsozialistischen Gedankengut misslang im Westen allerdings (z.B. weil man die Schuldigen für den Neuaufbau brauchte und weil sie als Nazis im Kalten Krieg als perfekte Anti-Kommunisten dienten).

 

Gruppe 5: Reparationen, Bizone und der Marshall-Plan
S. 156-159
Vergleicht wie die vier Besatzungsmächte ihre Zonen behandelten und was der Marshall-Plan für Deutschland bedeutete. Welche Gründe gibt es für das unterschiedliche Vorgehen der amerikanischen und der sowjetischen Besatzungsmächte in ihren jeweiligen Zonen? Welche Unterschiede sind besonders wichtig?

Wie die Besatzungsmächte nach dem Krieg ihre Zonen behandelten:

Sowjetunion (UdSSR):
– Durchführung einer „Bodenreform“, in der den Grundbesitzern, Adligen und Reichen das Land genommen wurde und in Staatsbesitz überführt wurde
– Rasche Wiedergutmachungsleistungen (Reparationszahlungen) in Form von Geld und Gütern
– Demontage von Schienen, Gebäuden, Fabriken, Maschinen und Abtransport in die Sowjetunion
– Verstaatlichung großer Firmen und Transport der Güter in die UdSSR

USA:
– Stärkung der deutschen Wirtschaft
– Ziel des schnellen Wiederaufbaus Deutschlands als demokratischem Gegenpol zum Kommunismus
– Aufbau Deutschlands als Absatzmarkt amerikanischer Produkte
– lediglich Rückzahlung der Besatzungskosten als Reparationszahlungen
– ab 1947 Marshall-Plan: hohe Investitionen und zinsarme Kredite an Deutschland

Großbritannien:
– schneller Wiederaufbau Deutschlands
– Reparationszahlungen für die zerbombten Städte Englands

Frankreich:
– Ziel der langfristigen Schwächung Deutschlands als Kriegsprävention
– Entnahme vieler Güter und Gelder als Reparationszahlungen zum Wiederaufbau Frankreichs

Gründe für das unterschiedliche Vorgehen:

Die Sowjetunion hatte das Ziel, Deutschland langfristig einzugliedern und dadurch Geld für Reparationen abzuschöpfen, während die USA und Großbritannien eine schnelle, langfristige Stärkung Deutschlands wollten, um Reparationszahlungen zu erhalten und Deutschland als Absatzmarkt zu gewinnen.

Marshall-Plan ab 1947

– 5. Juni 1947 durch George C. Marshall
– „European Recovery Program“
– USA wollte die geschwächte Kriegsnationen aufbauen
– Angebot der Rohstoff-, Maschinen- und Nahrungsmittellieferungen, zinsarme Kredite für ALLE europäischen Nationen
– einzige Bedingung: Verpflichtung zu Frieden, freiheitlicher Demokratie und kapitalistischer Marktwirtschaft
– Volumen: 12 Milliarden US-Dollar

Ziele: Schaffung neuer Absatzmärkte für amerikanische Waren und Verhinderung der Ausbreitung des Kommunismus in den Oststaaten

– Stalin lehnte das Angebot ab und zwang die Oststaaten ebenfalls zur Ablehnung
– Westeuropäische Staaten nahmen das Angebot an und banden sich so an die USA
– schneller Wirtschaftsaufschwung in Westdeutschland und Westeuropa („Deutsches Wirtschaftswunder“)

Bizone

– Zusammenschluss des britischen und amerikanischen Gebiets, da die Ziele nahezu gleich waren
– Bildung eines gemeinsamen Wirtschaftsgebietes
– Frankreich und die Sowjetunion verweigerten die Zusammenarbeit wegen unterschiedlicher Besatzungsziele (siehe oben)
– Bizone: Verwaltung von Wirtschaft, Ernährung, Finanzen und anderen Bereichen
– später: Frankreich stieß dazu (Trizone ab 1948)

 

Gruppe 6: Währungsreformen und Berlin-Blockade
S. 160-162
Stellt die Gründe und die Folgen der Währungsreformen dar. Zeigt die Unterschiede der beiden Wirtschaftssysteme im Westen und Osten vor. Zeigt die Gründe, den Ablauf und die Folgen der Berlin-Blockade für Deutschland.

Am 20. Juni Währungsreform in der Trizone in Westdeutschland mit Einführung der Deutschen Mark als neuem allgemeinen Zahlungsmittel

Gründe für die Währungsreform:

– Schwarzmarkt bekämpfen
– Grundlage für die soziale Marktwirtschaft
– Schaffung einer stabilen Währung sollte zur Ankurbelung des Warenverkehrs und der Binnenwirtschaft führen (erfolreich)

=> Reichsmark (RM) wurden zu Deutsche Mark (DM) „entwertet“ (100 RM -> 6,5 DM)

Folgen der Währungsreformen:

– Erhalt von 60 DM pro Kopf
– Sparbücher wurden auf 2.500 DM begrenzt (entwertet)
– Einnahmen und Ausgaben wurden in den selben Wert in DM umgewandelt
– Bevorzugungen von Eigentümern von Grundstücken, Häusern, Schmuck, da hier keine Entwertung stattfand
– drängte den Schwarzmarkt zurück, da nun Waren zu echtem Gegenwert frei verkauft werden konnten

=> in der Folge Verbesserung der Wirtschaft; Staatsschulden wurden schnell reduziert

Endgültige Teilung der Wirtschaftssysteme in Deutschlands:
– Osten: Planwirtschaft (Einführung der Ostmark, ansonsten Fünfjahrespläne, Zentrale Planung, Kollektivierung)
– Westen: Marktwirtschaft (Freier Handel und Privatbesitz, kaum Wirtschaftssteuerung)

Berlin Blockade (24. Juni 1948 – 12. Mai 1949)

– als Antwort auf die wirtschaftliche Trennung der Besatzungszonen durch die Einführung der DM in der Währungsreform blockierten die Sowjets alle Straßen-, Bahn-, Wasserwege nach Westdeutschland
– Versuch der Sowjets, Berlin ganz unter ihre Kontrolle zu bekommen
– zunächst keine Versorgung der Großstadt mit Nahrung, Energie, usw.
– wollten 2,1 Millonen Westberliner aushungern und zur Aufgabe des westlichen Systems zwingen
– Versorgung der Westberliner durch Luftbrücke von amerikanischer und britischer Regierung schuf Solidarität zwischen Berlinern und Amerikanern, Sowjetunion verlor allgemein an Ansehen

Gründe für die Blockade:

– Sowjets waren gegen den Marshall-Plan und die Währungsreform und fühlten sich dadurch bedroht
– Ostdeutschland drohte durch die dort noch immer schwierige Versorgungslage ins kapitalistische Lager zu wechseln

=> Sowjetunion musste am 12. Mai 1949 die Blockade aufgeben, weil ihr Ziel der Isolation und Aushungerung Westberlins gescheitert war
=> Stattdessen Doppelte Staatsgründung im Herbst 1949 (BRD im Westen / DDR im Osten)

https://histoproblog.org/2013/05/10/die-doppelte-staatsgrundung-1949/

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