Das Menschenbild der europäischen Renaissance

Diese Gegenüberstellung gilt vor allem für das Hochmittelalter und ist grob vereinfachend. Sie soll einen sehr groben Vergleich auf möglichst engem Raum geben, der Schülern eine Arbeitsgrundlage bietet.

Kennzeichen mittelalterlichen Menschenbilder (v.a. Hochmittelalter):

– Gott im Mittelpunkt => theozentrisches Weltbild
– die Bauern (der Dritte Stand) waren als „Menschen/Individuen“ uninteressant
– Einzelner spielte lediglich eine von Gott gegebene Rolle im Diesseits (z.B. Bäcker als Brotbackender), Einzelner war in eine soziale Rolle hineingeboren und blieb in dieser. Aufstiegsmöglichkeiten in den Adel waren kaum gegeben.
– Leben nur Übergang zum Himmel (oder zur Hölle), Jenseits war wichtiger als Diesseits
– Gott legitimierte und bestimmte hierarchische Gesellschaftsordnung
– pessimistisch
– der Mensch als Sünder
– Geburtsrecht (Mensch war in einen der drei Stände geboren und es gab fast keine Aufstiegsmöglichkeiten)
– Städtische Gesellschaft und die Klostergemeinschaft waren Sonderfälle (Parallelgesellschaften) für die eigene Überzeugungen und Menschenbilder wirkten

Gesellschaftspyramide des Mittelalters:
https://histopro.wordpress.com/2012/12/13/die-gesellschaft-des-mittelalters/

Kennzeichen der Menschenbilder der Renaissance („neues Menschenbild“)

– Mensch im Mittelpunkt => Individualität => anthropozentrisches Weltbild
– Fortschritt und Technik -> Entstehung der Wissenschaft
– Tradition und Autoritäten verloren an Macht
– Orientierung an der Natur, Kunst
– optimistisch
– Mensch nach Gottes Ebenbild geschaffen
– jeder konnte zu Reichtum kommen, ihn aber auch wieder verlieren => Leistungsprinzip
– Aufstiegsmöglichkeiten für Menschen „niederer Geburt“ durch Leistung (also Reichtum) -> v.a. als Händler, im Militär und im Bürgertum

Eine detailreichere Zusammenstellung zu den Menschenbildern der Renaissance findet Ihr hier:
https://histopro.wordpress.com/2013/04/30/das-menschenbild-der-renaissance-7-klasse/

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