Kursstufe: Jüdisches Leben in Deutschland von 1933 bis 1939: Diskriminierung, Ausgrenzung, Entrechtung und Vertreibung

Jüdisches Leben in Deutschland von 1933 bis 1939:
Diskriminierung, Ausgrenzung, Entrechtung und Vertreibung

Leitfrage: Wie gelang den Nationalsozialisten die Ausgrenzung der jüdischen Mitmenschen?

Die Folgen des „Reichsbürgergesetzes“ für deutsche Juden:
– Aberkennung der Bürgerrechte der jüdischen Bevölkerung
– Trennung von Staatsangehörigkeit und Reichsbürgerrecht
– Degradierung der jüdischen Minderheit zu Menschen zweiter Klasse
– Juden werden zu Staatsangehörigen ohne Rechte: Grundlage der Rechtlosigkeit der Juden
– Reichsinnenminister wird die weitere Durchführung des Gesetzes übertragen

Konsequenzen des „Gesetzes zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“:
– Verbot von Ehe und Geschlechtsverkehr zwischen „Ariern“ und Juden
– Verhinderung von „Vermischung“ von „arischem Blut“ mit „jüdischem Blut“
– implizierte Vergewaltigungsvorwürfe in §3 und §5
– Klare Trennung und Diskriminierung von „deutschem Volk“ und Juden
– gewünschte Abgrenzung und Verdrängung der Juden aus dem öffentlichen Leben

Charakterisierung des juristischen Kommentars von Hans Globke zu den Gesetzen:
– NS als Vollender der schöpferischen Naturgesetze
– Grundlage ist das Naturgesetz der Ungleichheit der Menschen durch Blut (Rassismus)
– Naturgesetz wird bestimmender Faktor der Lebensgesetze des Einzelnen wie des gesamten Volkes
– Legitimation durch angebliche göttliche Bestimmung
– apologetischer Ansatz: das „Judentum“ sei eine „akute Gefahr“ für das deutsche Volk

=> Scheinwissenschaftliche und religiös-mystische Apologetik bezogen auf sozialdarwinistische Naturgesetze -> erfüllt absolut die Merkmale des Totalitarismus!

Der Artikel wird nächste Woche deutlich erweitert (z.B. mit einer Zeitleiste).

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