Der Nil als Grundlage für die Hochkultur der Ägypter (6. Klasse)

Leitfrage: Warum entwickelte sich Ägypten so früh zu einer Hochkultur mit Pyramiden, Kalender und eigener Schrift?

Ägypten wurde vom griechischen Historiker Herodot als „Geschenk des Nils“ beschrieben.

Wenn man sich unser Schema (Tabelle) ansieht, wird schnell klar, was er damit meinte. Ägypten liegt in Nordafrika am großen Fluss Nil, der immer zu gleichen Jahreszeit über seine Ufer tritt und die trockenen Ufergebiete überschwemmt. Dabei bringt er große Mengen fruchtbaren Schlamm, der liegenbleibt und als perfekter Dünger für das nun ausgesähte Getreide funktioniert.

Die Ägypter haben mit technischen Erfindungen diese Bewässerung noch weiter perfektioniert, so dass sie weite Ebenen und Höhenzüge bewässern konnten. So wurden große Überschüsse an Getreide erwirtschaftet, die in einer Vorratswirtschaft gelagert werden konnten.

Es gab meist so viel Getreide, dass nicht mehr alle Ägypter als Bauern Tag ein und Tag aus arbeiten mussten. Manche Menschen konnten sich deshalb nun als Spezialisten einen „Beruf“ wählen. Am wichtigsten waren darunter die Architekten, die Schreiber, die Gelehrten, die Beamten und die Priester. Sie alle wurden vom König der Ägypter, dem Pharao angeführt.

Durch die Spezialisten entwickelten sich über viel Jahrhunderte großartige Gebäude wie die Pyramiden (Architektur), ein zentrales Verwaltungssystem in Memphis, eine eigene Schrift (die Hieroglyphen), einen Kalender (um die Flut des Nils vorhersagen zu können), die Arbeitsteilung der Gesellschaft in Berufe, die Kunst, die Wissenschaft und das Leben in Städten.

Diese Merkmale fasst man heute zusammen als Merkmale früher Hochkulturen. Findet man heute also andere antike Gesellschaften, kann man mit Hilfe dieser Merkmale entscheiden, ob sie ebenfalls eine hochentwickelte Kultur der Antike waren.

Beispiele für weitere antike Hochkulturen waren die Sumerer, die Phönizier, die Perser, die Assyrer, die Hethither, die Meder, die Judäer (Monotheismus!), die Griechen und die Römer. Die letzten beiden Hochkulturen werden wir ab Dezember näher im Unterricht untersuchen.

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