Kritik an der Kirche zu Beginn der Reformation

Die Unzufriedenheit der deutschen Bevölkerung zum Beginn des 16. Jahrhunderts wuchs. Schon zwischen 1410 und 1415 hatte Jan Hus in Prag offen gegen die katholische Kirche und die Macht des Papstes rebelliert und war dafür 1415 verbrannt worden. Dies zeigte, dass die Kirche gegen Häretiker (Menschen, die sich offen gegen die Kirche aussprachen) stets brutal vorgehen würde.
Trotzdem verbreitete sich im Heiligen Römischen Reich Unmut gegenüber der katholischen Kirche, die wichtigsten Kritikpunkte waren:

– Reichtum der Klöster und geistlichen Würdenträger trotz christlicher Lehre zur Bescheidenheit
– Vergrößerung des Vermögens durch Ablasshandel (sogar für Verstorbene)
– Adel bereichert sich an der Kirche und missbraucht sie für ihre Macht
– Priester schlecht gebildet
– Priester hatten z.T. Frauen und Kinder
– Machtmissbrauch => Kirche half den Armen nicht

=> Was musste passieren, dass es Veränderungen dieser Situation gab?

– es musste jemand die Bibel übersetzen, damit alle Menschen Zugriff auf Glaubensgrundlagen hatten und der Klerus den Glauben nicht mehr willkürlich für sich auslegen konnte
– jemand musste den Adel für neue theologische Richtungen überzeugen, damit sich Reformen durchsetzen konnten

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