Dialog: „Stadt im Mittelalter“ von Aurelia (7. Klasse)

Dialog: „Stadt im Mittelalter“ von Aurelia (7. Klasse)

Ein süddeutscher Kaufmann im 11. Jahrhundert versucht seinen besten Freund zum Umzug in die neu gegründete Stadt Freiburg zu überreden und bringt dabei sehr überzeugende Argumente vor.

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I: Hallo Johannes! Wie geht es dir?

J: Hallo! Mir geht’s gut und dir?

I: Auch gut, danke! Weißt du, ich möchte mit meiner Familie nach Freiburg ziehen …

J: Was?! Aber wieso? Was ist so toll an Freiburg?

I: Dort gibt es doch diesen tollen Markt, auf dem man alles kaufen kann. Dadurch müssten wir nicht so viel umherreisen, nur um uns ein paar Sachen zu kaufen.

J: Ja, und? Mir reicht das Nötigste und das gibt es auch hier zu kaufen! Und nur wegen so einem blöden Markt lässt du mich, deinen Freund hier sitzen und ziehst nach Freiburg?!

I: Nein, erstens ist dieser Markt alles andere als blöd, zweitens kannst du ja mitkommen, wenn du nicht willst, dass ich gehe und du hier bleibst und drittens habe ich noch viele andere tolle Sachen über Freiburg gehört, weswegen ich mich auch für Freiburg entschieden habe!

J: Also erstens dein „toller Markt“ IST blöd, zweitens, nein, ich komme nicht mit! Drittens, nenne mir doch mal ein Beispiel, was so toll an Freiburg sein soll, abgesehen vom Markt.

I: Also zum Beispiel bekommen wir Kaufmänner ein Grundstück zum Bau eines eigenen Hauses …

J: …. das haben wir auch hier! Ich habe mein eigenes Haus, das reicht mir vollkommen!

I: Lass mich ausreden!

J: Jaja, ok! Entschuldigung!

I: Also: Außerdem müssen wir nur einen Schilling Steuer PRO JAHR und keinen Zoll bezahlen. Wenn uns etwas gestohlen wird, müssen wir dem Herzog nur den Räuber nennen und wir bekommen den Schadensersatz!

J: Das klingt schon besser!

I: Dort sind die Frauen den Männern gleichgestellt und natürlich umgekehrt auch. Und wenn ich einmal sterbe, kann meine Familie alles erben, was ich besitze.

J: Ehrlich?

I: Ja!

J: Gibt es denn keine Nachteile in Freiburg?

I: Das muss jeder für sich entscheiden, das sieht sicher jeder anders.

J: Da hast du recht. Also ich denke, nach dem was du mir da alles erzählt hast, dass es meinen Kindern und meiner Frau dort gefallen würde …

I: Heißt das, du kommst mit? Hab ich dich überzeugt?

J: Nicht ganz … ein paar Bedenken habe ich noch.

I: Ja, welche denn?

J: Also erstens bekommen wir dort dann auch sicher einen Platz? Und zweitens kommt mir das merkwürdig vor, dass wir dort so viel bekommen und so viele Vorteile haben, wer weiß wieso?

I: Ich kann dich beruhigen, in beiden Punkten. Es darf sich nämlich JEDER Kaufmann mit seiner Familie dort niederlassen. Und mir kam es auch komisch vor, dass wir dort so viele Vorteile haben würden, als ich es zum ersten Mal gehört habe, aber das liegt daran, dass der Herzog davon natürlich auch seine Vorteile hätte, die uns allerdings nicht besonders schaden würden.

J: Welche zum Beispiel?

I: Viele Leute, die zum Markt wollen, zahlen Zoll – ausgenommen wir Kaufleute. Der Herzog wird verehrt, weil er uns so tolle Sachen bietet. Außerdem bekommt er mehr Macht und vor allem tolle Waffen und Waren. Sicher gibt es ihm noch mehr Vorteile, die dann aber so ähnlich sind, wie die, die ich aufgezählt habe. Also ich werde mit meiner Familie nach Freiburg ziehen, wir haben uns alle dafür entschieden und wir würden uns freuen, wenn ihr mitkommen würdet. Vor allem meine Kinder würden sich freuen, weil sie doch so gerne mit deinen Kindern spielen.

Wir werden höchstwahrscheinlich schon nächste Woche aufbrechen. Sag mir bis dahin Bescheid, ob ihr mitkommt, in Ordnung?

J: OK, ich werde mit meiner Familie reden und die Argumente vortragen, aber ich denke sie werden damit einverstanden sein. Ich sage dir dann Bescheid, für was wir uns entschieden haben. Ich muss jetzt los. Also dann, tschüss!

I: Ja, auf Wiedersehen!

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2 Antworten zu Dialog: „Stadt im Mittelalter“ von Aurelia (7. Klasse)

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