Geld und Macht in der Renaissance (7. Klasse)

Gründe für den neuen Reichtum Europas:
– Plünderung der Neuen Welt und deren Bodenschätze und Pflanzen
– Edelmetalle / Gewürze (Pfeffer, Safran, …)
– neue Arbeitstechniken aus der Wissenschaft werden in Landwirtschaft und Handwerk angewandt
– Einführung der Arbeitsteilung bei der Produktion von Waren
– Überseehandel (Atlantischer Dreieckshandel)
– Einfluss der reichen Familien (Fugger in Augsburg, Medici in Florenz, usw.) => frühkapitalistische Unternehmer
– Banken geben Kredite und nehmen Zinsen, sogar Päpste, Kaiser und Landesherren waren darauf angewiesen => ermöglichen größere Unternehmungen
– Unternehmer halten sich immer mehr Arbeiter für niedrige Löhne um die Produktion anzukurbeln
– mit Monopolen umgehen die Verleger die Macht der Gilden und ermöglichen den Freihandel (können nun selbst entscheiden was, wieviel und mit wem sie handeln)

Folgen:
– Staaten verschulden sich durch Kredite enorm (hohe Staatsverschuldungen)
– Abhängigkeit der Staaten von Kreditgebern, da sie sich bei diesen verschulden
– mehr Arbeitsplätze in fast allen Branchen
– Piraterie entsteht
– Schmuggel
– Seekriege zwischen den großen europäischen Nationen, finanziert über Kredite (Kolonialkriege)
– Preise steigen, Löhne nicht, das Leben für die ärmeren Menschen wird somit teurer

=> Kapitalismus entsteht (Frühkapitalismus)

Atlantischer Dreieckshandel:
Der Handel hatte durch die Entdeckungen in der Neuen Welt also neue Ausmaße erreicht. Zwischen Europa, Afrika und Amerika entstand der atlantische Dreieckshandel. Europäische Händler lösten dadurch das Problem, dass sie nach ihrer Fahrt von Amerika nach Europa, auf der sie Zucker, Baumwolle, Tabak, Gold, Silber und Gewürze mitgenommen hatten, mit leeren Schiffen nach Amerika zurückfahren mussten. Eine solche Leerfahrt war finanziell sinnlos, weil am Ende keine Waren verkauft und damit kein Profit gemacht werden konnte, mit dem z.B. die Matrosen bezahlt werden konnten. Daher wurden auf der Rückfahrt nach Amerika zunächst Fertigprodukte, Waffen und Alkohol nach Afrika gebracht, wo sie billig gegen afrikanische Sklaven eingetauscht werden konnten. Diese wurden dann nach der Fahrt von Afrika nach Amerika wieder gewinnbringend an Plantagen- und Minenbesitzer verkauft. Viele der Menschen waren allerdings bis zur Ankunft nach über neunzigtägiger Reise in den engen Schiffen und unter schlimmsten hygienischen Zuständen gestorben.

Während der Profit für die frühkapitalistischen Unternehmer in diesem System sehr groß war, litten die afrikanischen Sklaven über Generationen an der Sklaverei. Mehr als 10 Millionen Menschen wurden nach Amerika verschleppt. Erst mit der Abschaffung der Sklaverei im 18. Jahrhundert wurde der atlantische Dreieckshandel abgeschafft. Die Nachfahren der Sklaven erreichten erst vor wenigen Jahrzehnten eine gewisse Gleichberechtigung in den USA oder Brasilien. In manchen Ländern Lateinamerikas ist die Gleichberechtigung noch immer nicht umgesetzt.

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3 Antworten zu Geld und Macht in der Renaissance (7. Klasse)

  1. Pingback: Themenliste Klassenarbeit 7a am 03.07.2014 | Histoproblog – Geschichte macht Schule

  2. Jop Heinz schreibt:

    super!:D

  3. Mr.Bean schreibt:

    Hilft super👍🏿👌🏽

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