Otto I.: Wie wurde die Königsherrschaft im ostfränkischen Reich gerechtfertigt?

Wie wurde die Königsherrschaft im ostfränkischen Reich gerechtfertigt?

Rechtfertigung/Begründung von Macht: LEGITIMATION

Gründe, die sich aus Widukinds Bericht für die Königserhebung Ottos I. erkennen lassen:

– Erzbischof von Mainz nennt ihn als den „von Gott Erwählten“
– Adel erhebt / will ihn als König
– Er ist im Besitz aller Herrschaftszeichen (Insignien)
– Vater erwählte ihn in seinem Testament
– Er steht in der Tradition Karls des Großen => Krönung in Aachen

Reichsinsignien, die in Widukinds „Sachsengeschichte“ vorkommen und deren Bedeutung:

-Reichsschwert: Weltliche Gewalt, Kampfesstärke, Wehrhaftigkeit des Königs und des Volkes, Gerichtshoheit
– Mantel und Spangen: Verantwortung als Herrscher, Übernahme der Herrschaftstraditionen der Römer, „Höhere Ebene der Macht“
– Zepter: Symbolisiert weltliche Gewalt, Rückgriff auf biblisches Symbol
– Stab (Heilige Lanze): Hirte des Volkes (biblische Symbolik)
– Reichskrone (Goldenes Diadem): Rechtmäßige Herrschaft

Ziele des Kaisers

– Karl will nicht hinter dem oströmischen Reich zurückstehen, Gleichberechtigung mit Byzanz
– Erhalt der germanischen Kultur
– Einheit im Reich
– Wiederbelebung der römischen Kultur und deren Errungenschaften

=> Wiederherstellung des Weströmischen Reiches unter fränkischer Herrschaft!

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