Die „Goldenen Zwanziger“: Kunst und Kultur in der Weimarer Republik

In den „Goldenen Zwanzigern“ in Deutschland zwischen 1920 und 1928 veränderten sich Kunst und Kultur im Vergleich zum wilhelminischen Kaiserreich rasant. Durch die Reformen der demokratischen Regierungen der Weimarer Koalition verbesserten sich die Lebensverhältnisse und entwickelten sich kulturelle Errungenschaften, von denen wir noch heute profitieren.

Veränderung der Rolle der Frau

Frauen waren vor allem als ungelernte Arbeiterinnen tätig

Mehrheit war jünger als 25

erhielten nur zwei Drittel des Lohns der Männer

Doppelbelastung durch Haushalt und Kinder

konnten nicht in Mutterschutz gehen weil sie auf ihren Lohn angewiesen waren

1925: 1,5 Millionen weibliche Angestellte, 3x so viele wie vor dem Ersten Weltkrieg

bildeten neuen Mittelstand

oft harte, lange und anstrengende Arbeit

durften Schule besuchen und in der Weimarer Republik erstmals studieren!

mussten jeden Job annehmen den sie bekommen konnten

Modische Veränderungen: oft kurze Haare, Hosen

WAHLRECHT (aktiv und passiv)

=> Frauen wollten gleichgestellt werden

FAZIT:

Frauen wurden den Männern politisch gleichgestellt, waren ihnen aber gesellschaftlich immer noch untergeordnet! (v.a. weniger Lohn für gleiche Arbeit)

„Neue Sachlichkeit“

Definition: Die Kunst und Literatur sowie die Architektur der Weimarer Republik wurde unsentimental, nüchtern, ungeschönt und sachlich geprägt.

Realismus => Modernismus

Die Welt und die Gesellschaft sollte so gezeigt werden wie sie war.

Hauptmerkmale:

– Architektur: Viel Beton, Stahl, geradlinig, QUADRATISCH, PRAKTISCH, GUT
Der neue „Bauhaus“-Stil von Walter Gropius und weiteren Architekten brachte die „Neue Sachlichkeit“ in die Architektur ein. Häuser sollten nun vor allem den Bedürfnissen ihrer Bewohner dienen und durch ihren Verzicht auf Ornamente und den Einsatz von normierten Maßen und Formen schnell errichtet werden können.

– Kunst: Alle Informationen auf einem Bild, sehr genaue Darstellung, wenig Schnörkel

– Literatur: Alles genau beschrieben, realitätsnah (Preise, Anzahl, Aussehen, etc.), weniger rhetorische Figuren

Die Veränderuung des Lebens in den Großstädten

Die Versorgung der deutschen Bevölkerung mit elektronischen Gebrauchsgütern stieg an. Im Jahr 1932 kamen auf je 1000 Einwohner 66 Rundfunkgeräte, 52 Fernsprechanschlüsse und 8 Personenautos.

Menschen nahmen sich ein Vorbild an den USA, denn hier war der technische Fortschritt viel weiter.

Durch Arbeitszeitkürzungen, Lohnsteigerungen und Urlaubsregelungen konnte sich die moderne FREIZEIT entwickeln.

Mit erweiternden traditionellen Bildungsangeboten wie Theater, Bibliotheken, Museen, Konzerten, Veranstaltungen der Volkshochschulen usw. wurde die Freizeit gestaltet. Arbeiter konnten sich diese Angebote durch die höheren Löhne nun auch leisten.

FAZIT:

Die deutsche Kultur wurde zur Zeit der Weimarer Republik modernisiert. In den sogenannten „Goldenen Zwanzigern“ von 1920 bis 1928 wurde den Menschen durch die Arbeitergesetze (8-Stunden-Tag etc.) und die Verbesserung der Lebenssituation der einfacheren Menschen die Nutzung von Freizeit für alle möglich. Dadurch entwickelte sich in Deutschland in vielen Bereichen eine Massenkultur. Beispielsweise wurde das neu aufkommende Radio nun von vielen Menschen genutzt, was das Radio schnell zu einem Massenmedium machte.

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